
Vom 21. bis 27. Juni 2026 findet die Welt-Allergiewoche statt, die jährliche Kampagne der Weltallergieorganisation (World Allergy Organization, WAO), die auf die gesundheitliche Tragweite von Allergien aufmerksam macht¹. Sie mündet am 8. Juli in den Welt-Allergietag und stellt drei Schwerpunkte in den Mittelpunkt: Vorbeugung, das frühzeitige Erkennen von Symptomen und eine rasche Behandlung¹.
Das diesjährige Motto Allergy Care is Essential Care rückt eine zentrale Forderung in den Fokus: die Allergieversorgung muss als unverzichtbarer Teil der Gesundheitsversorgung anerkannt werden.
Für die Weltallergieorganisation kommt es vor allem darauf an, allen Betroffenen gleichermaßen den Weg zu einer verlässlichen Diagnose, zu wirksamen Therapien und zu lebensrettenden Medikamenten zu ebnen, und parallel dazu in die Ausbildung von Fachkräften wie in die Erhebung epidemiologischer Daten zu investieren¹. Ebenso will die Kampagne das Bewusstsein in der Bevölkerung schärfen und das Wissen über allergische Erkrankungen vertiefen, die trotz ihrer wachsenden Folgen für Lebensqualität und Gesundheitssysteme noch immer unterschätzt werden¹.
Was treibt die Zunahme der Allergien an?
Allergien sind zu einem weltweiten Gesundheitsproblem geworden und betreffen heute 30 bis 40 Prozent der Menschen². Dass sie in den vergangenen Jahrzehnten immer häufiger auftreten, geht auf das Zusammenspiel von erblicher Veranlagung und verändertem Umfeld zurück³. Wer in den ersten Lebensjahren wegen zunehmend hygienischer Lebensbedingungen kaum noch mit Mikroorganismen in Berührung kommt, dessen Immunsystem gerät leichter aus dem Gleichgewicht und reagiert anfälliger auf Allergene³.
Zahlreiche epidemiologische Untersuchungen belegen einen Zusammenhang zwischen der Verstädterung und der Zunahme allergischer Atemwegserkrankungen und von Asthma bronchiale, wie sie in den meisten Industrieländern der letzten Jahrzehnte zu beobachten war⁴. Zwei Faktoren wiegen dabei besonders schwer und treten in der Stadt sehr viel deutlicher hervor als auf dem Land: die hohe Belastung durch Verkehrsabgase und die westlich geprägte Lebensweise⁴.
Hinzu kommt die Luftverschmutzung, die als eine Art Brandbeschleuniger bei Sensibilisierung und allergischer Entzündung wirkt. Dieser Mechanismus hängt eng mit dem Klimawandel zusammen und dürfte allergische Erkrankungen auf direktem wie auf indirektem Weg beeinflussen⁵. So sorgen etwa steigende Temperaturen schon heute dafür, dass die Pollensaison länger ausfällt⁵.
Vorbeugung: ein Prozess ohne Enddatum
Am Anfang jeder Vorbeugung steht ein persönlicher Behandlungsplan, den man gemeinsam mit einer ärztlichen Fachperson erarbeitet. Die konkreten Strategien hängen zwar von der Art der Allergie ab, doch einige Grundsätze gelten übergreifend. Der wichtigste lautet: Allergene meiden. Wo sich der Kontakt nicht völlig ausschließen lässt, kommt es darauf an, ihn so gering wie möglich zu halten, auch wenn das im Alltag nicht immer leichtfällt. Bei der Bewältigung von Allergien gilt eine wichtige Grundregel: Medikamente sollten immer genau so eingenommen werden, wie es die Ärztin oder der Arzt verordnet hat, und nicht auf eigene Faust. Eine korrekte und konsequente Einnahme trägt entscheidend dazu bei, die Beschwerden in Schach zu halten. Wer zu schweren Reaktionen neigt, sollte das ärztlich verordnete Notfallmedikament grundsätzlich immer griffbereit haben. Ein Tagebuch über Beschwerden und mögliche Auslöser hilft, den Übeltätern auf die Spur zu kommen; bei schweren Allergien sorgt ein medizinisches Notfallarmband dafür, dass Außenstehende im Ernstfall richtig handeln. Und schließlich kann es über alles entscheiden, den Notfallplan zu kennen und zu wissen, wann der Moment gekommen ist, Hilfe zu rufen⁶.
Welt-Allergietag 2026: Zeit zu handeln
Atemwegsmedizin und Allergologie gehören zu den traditionsreichen Therapiegebieten von Menarini und sind fest in der Geschichte der Gruppe verankert. Allergische Erkrankungen zählen weltweit nach wie vor zu den häufigsten Krankheitsursachen, und noch immer bleibt ein großer Teil der Betroffenen ohne angemessene Behandlung. Dieser Missstand beeinträchtigt die Lebensqualität und zieht hohe gesellschaftliche wie wirtschaftliche Kosten nach sich.
Seit Jahren stellt Menarini gezielte Forschung und wissenschaftliche Spitzenkompetenz in den Dienst der Behandlung von allergischer Rhinitis und chronischer Urtikaria. Das Ergebnis ist eine Bilanz aus verlässlicher Innovation und gelebtem Einsatz für Menschen mit Allergien. Initiativen wie die Welt-Allergiewoche und der Welt-Allergietag fügen sich bruchlos in diesen Weg ein: eine Kultur der Vorbeugung und der Frühdiagnose zu fördern, gehört für Menarini zum Kern seines Selbstverständnisses in der Allergologie. Dieser Einsatz reicht über therapeutische Lösungen hinaus. So arbeitet das Unternehmen eng mit medizinischen Fachkräften zusammen und vermittelt im Rahmen kontinuierlicher Fortbildungen die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse. Zugleich trägt die Gruppe mit breit angelegten Aufklärungskampagnen dazu bei, Patientinnen und Patienten zu stärken, und entwickelt eigene Angebote, um die Therapietreue zu verbessern. Diese ist ein Schlüssel zum dauerhaften Behandlungserfolg und zugleich ein Hebel, um die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen allergischer Erkrankungen zu mindern.
In der Welt-Allergiewoche bündelt die WAO ein weltweites Programm: Webinare zur Aufklärung von Patientinnen, Patienten und Fachkräften, frei zugängliche Infografiken, Videos und Broschüren sowie Veranstaltungen vor Ort mit Beratungen, Screenings und Informationsangeboten.
Die Welt-Allergiewoche und der Welt-Allergietag führen vor Augen, dass Allergien weit mehr sind als ein lästiges Saisonübel: ernstzunehmende Erkrankungen, die Aufmerksamkeit, Diagnose, Vorbeugung und ein durchdachtes Management verlangen. Eine Kultur der Vorbeugung zu leben heißt, sicherer, bewusster und gesünder durchs Leben zu gehen⁷.
Quellen:
1 https://www.worldallergy.org/resources/world-allergy-week
2 https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3488929/
3 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33796103/
4 https://e-aair.org/DOIx.php?id=10.4168%2Faair.2016.8.5.391
5 https://www.jaci-inpractice.org/article/S2213-2198(25)00212-0/abstract?
6 https://aafa.org/allergies/prevent-allergies/
7 https://www.worldallergy.org/resources/world-allergy-week-2025
8 https://www.menarini.com/it-it/pharmaceuticals/pneumologia-allergologia.html